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FÜR EINEN ANFANG IST ES NIE ZU SPÄT ...........!           


Fit bleiben im fortgeschrittenen Alter   Mit Sport kann man dem Alter ein Schnippchen schlagen. Denn durch körperliche Aktivität lässt sich der natürliche altersbedingte Abbau verschiedener Körperfunktionen verlangsamen. In vielen Fällen kann man den Prozess sogar umkehren und eine Fitness erlangen, von der man selbst in jungen Jahren nur träumen konnte.

Egal, in welchem Alter man mit Sport beginnt: Körperliche Aktivität

  • aktiviert das Herz-Kreislaufsystem, das Herz eines sportiven Menschen arbeitet daher ökonomischer
  • senkt das Körpergewicht
  • senkt Bluthochdruck und Blutfettwerte
  • fördert die Durchblutung, auch des Gehirns, was gut für das Gedächtnis ist
  • senkt die Blutzuckerwerte, beugt somit Diabetes Typ 2 vor bzw. macht als alleinige Therapie bei beginnendem Diabetes die Einnahme von Medikamenten überflüssig
  • erhöht den Mineralgehalt der Knochen, beugt somit der gefürchteten Osteoporose vor
  • verbessert Beweglichkeit und Koordination, damit fallen komplizierte Bewegungen leichter
  • senkt Unfall- und Sturzgefahr
  • ist gut für die Seele: Sport bringt Freude, stärkt das Selbstbewusstsein
  • fördert soziale Kontakte
  • Für Best Ager kann Sport auch positive Auswirkungen auf die Partnersuche im Alter ab 50plus haben. Durch die bessere Vitalität fühlen Sie sich nicht nur jünger sondern wirken auf Fotos sowie in der Realität viel frischer.

    Sport ist das einzig wirksame Mittel gegen überschüssige Kilos: „Wer nur eine Diät macht, verliert Muskelmasse“, erklärt Dr. Kurt Moosburger, Facharzt für Innere Medizin und Sportarzt in Hall in Tirol. Körperfett wird nur derjenige dauerhaft reduzieren, der seine Muskeln und damit seinen Stoffwechsel aktiv hält. „Kraft und Ausdauer zu kombinieren, ist da sicher das Vernünftigste. Dann gelingt es, in Verbindung mit bewusster Ernährung, abzuspecken. Und bewusste Ernährung bedeutet, die Energiezufuhr an den Bedarf anzupassen: Bewege ich mich mehr, kann ich mehr essen. Sitze ich nur im Büro, komme ich mit weniger Energie aus.“

    Reguliert den Appetit

    Wer regelmäßig Sport treibt, trainiert sein Gefühl für Hunger und Sättigung. Entscheidend für dieses Gefühl sind u. a. die zwei Hormone Insulin und Leptin: „Übergewichtige Menschen haben zu viel Fett in der Bauchhöhle gespeichert. Dieses schädliche Fettgewebe führt zur Insulinresistenz – das heißt, Insulin wirkt nicht mehr so gut. Und dieses Fettgewebe führt auch zur Leptinresistenz. Leptin ist ein wichtiger Regulator für Appetit und Sättigung“, erklärt Moosburger. Regelmäßiger Sport hilft Insulin und Leptin wieder auf die Sprünge, das natürliche Gefühl von Hunger und Sättigung kommt zurück.

    Schützt vor Diabetes

    Mit dem so genannten viszeralen Fett im Bauchraum verfetten auch Leber, Bauchspeicheldrüse und Muskulatur. Auch die Blutfettwerte steigen. „Mit einer ‚Entfettung‘ der Bauchhöhle durch Sport kann man auch Blut, Leber, Bauchspeicheldrüse und Muskeln entfetten“, sagt Moosburger. Und zwar nur durch Sport: „Auch wenn jemand sehr fettbewusst isst, wird er nicht deutlich an Körperfett verlieren und es wird sich an seinem Cholesterinspiegel kaum etwas ändern.“ Es braucht den Sport also unbedingt. Auch, weil durch ihn die Muskelaktivität steigt – und Muskeln verbrennen Zucker und Fett.

    Stärkt das Herz

    Sport erleichtert die Herzarbeit. Ein Grund dafür liegt in der Stärkung des Herzmuskels, der zweite im vegetativen Nervensystem, konkret bei Sympathikus und Parasympathikus: „Der Sympathikus ist der Stresspart, der uns leistungsfähig macht. Er dominiert, wenn wir munter sind“, so Moosburger. Sein Gegenspieler ist der Parasympathikus, der z. B. in der Nacht beim Schlafen überwiegt, Herzfrequenz und Blutdruck senkt sowie die Verdauung fördert. „Wenn ich regelmäßig vor allem die Ausdauer trainiere, fördere ich den Parasympathikus. Das heißt, Puls und Blutdruck sinken, auch unter Belastung.“ Dazu kommt ein weiterer Effekt: Sport setzt in den Arterien Stickoxid (NO) frei, was eine gefäßerweiternde Wirkung hat.

    Hebt die Stimmung

    „Es gibt Studien, die zeigen, dass depressive Patienten ihre medikamentöse Therapie reduzieren oder sogar ganz absetzen konnten, weil sie regelmäßig trainiert haben“, so Moosburger. Die „Glückshormone“, die Endorphine, haben laut dem Sportmediziner damit nicht zwingend etwas zu tun: „Der Einfluss der Endorphine ist eine etablierte Hypothese, die aber nicht auf sehr kräftigen wissenschaftlichen Füßen steht.“ Im Grunde sei es egal, woher die gute Stimmung kommt: „Stimmung ist etwas sehr Komplexes. Wir müssen nicht immer nach einem biochemischen Korrelat suchen: Wenn es mir besser geht, geht’s mir besser. Endorphine können sicher eine Rolle spielen, ebenso Serotonin, aber das sind nur einige Faktoren von mehreren.“

    Bannt die Suchtgefahr

    Gipfelstürmer kennen das Gefühl genauso wie Läufer: Wer sein Ziel erreicht hat, ist glücklich. Dieses Glücksgefühl wirkt verschiedenen Suchttendenzen entgegen: „Leute, die mit dem Rauchen aufhören und regelmäßig sportlich aktiv sind, haben kein Gewichtsproblem, und sie schaffen auch die Entwöhnung besser als Nichtaktive.“ Auch entwöhnungsbereite Alkoholiker profitieren von Sport: „Es gibt Studien, die zeigen, dass sich Alkoholiker mit regelmäßigem körperlichen Training leichter entwöhnen lassen“, so Moosburger.

    Verbessert die Verdauung

    Sport verbessere zwar die Verdauung nicht direkt, sagt Kurt Moosburger, regelmäßiges Training stärke aber den Parasympathikus und könne dadurch die Verdauung fördern – vor allem nachts. Während des Sports arbeitet der Verdauungsapparat kaum. Was wahrscheinlich durch Sport beeinflusst werden könne, sei die Passage des Stuhls durch den Darm: „Wenn Sie zum Beispiel laufen und es rüttelt den Darm durch, wandert der Darminhalt leichter durch den Darm.“

    Kompensiert Stress

    Wer gemütlich sportelt, schaltet ab und lässt seinen Gedanken freien Lauf. „Das hat mit dem Ausschalten von Stressfaktoren zu tun“, sagt Moosburger. Wobei Sport übrigens auch Stress bedeutet, der solange positiv ist, solange nach der Bewegung ausreichend Zeit für Regeneration bleibt. „Wenn Sie regelmäßigen Sport – also Stress – gewohnt sind, können Sie diesen auch besser kompensieren. Menschen die fit sind, kommen auch mit dem Alltagsstress leichter zurecht.“

    Schützt Knochen & Gelenke

    Bewegung hilft, Osteoporose („Knochenschwund“) und Arthrose („Gelenkverschleiß“) vorzubeugen oder deren Symptome zu lindern. „Dem Alter angepasstes Krafttraining kann den Abbau der Knochenmasse hintanhalten“, sagt Moosburger, und es helfe vor allem, das Sturzrisiko zu verringern. Auch die Gelenke profitieren von Bewegung und starken Muskeln: „Ein Knorpel ist wie ein Schwamm; er saugt Nährstoffe aus der Gelenksflüssigkeit. Dazu muss er zuerst zusammengedrückt werden, indem Gelenke bewegt und dosiert belastet werden.“ Die Muskulatur schützt das Gelenk zusätzlich: „Wenn Sie zum Beispiel als Skifahrer eine kräftige Kniegelenksbeugemuskulatur haben, wird damit das vordere Kreuzband unterstützt und es reißt nicht so leicht.“

    Fördert die Lust

    Sport kann die Libido fördern. „Kann“, schließlich komme es auf die Dosis an, so Moosburger: In üblichen breitensportlichen Dosen kann Bewegung die Lust fördern. „Das hat weniger mit Hormonen zu tun als mit dem positiven psychischen Effekt von Sport: Sie haben ein gutes Körpergefühl, mögen Ihren Körper, fühlen sich attraktiv. Es steigt auch das Selbstwertgefühl und die Selbstsicherheit, wenn ich mehr Sport mache. Das alles fördert die Libido sicher.“ Zu viel Sport bewirkt mitunter das Gegenteil, weil die Produktion der Sexualhormone vermindert wird – vor allem in Verbindung mit einer unzureichenden Energiezufuhr durch die Nahrung. Als „zu viel“ gelten durchschnittlich zehn Stunden intensiven Sports pro Woche.